Wer regelmäßig Fotos bearbeitet, merkt schnell, dass sich viele Handgriffe wiederholen. Ein wenig mehr Helligkeit, etwas weniger Gelb, ein leichter Bildausschnitt. Statt jedes Mal von vorn zu beginnen, kannst du die Einstellungen, die gut gelungen sind, speichern und später wieder anwenden. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass Bilder aus demselben Urlaub oder derselben Woche zueinander passen. Viele Bearbeitungsprogramme bieten dafür eine eigene Funktion an, oft unter Namen wie Vorlage oder Stil.
Aus einem gelungenen Bild eine Vorlage machen
Der beste Anfang ist ein Bild, das dir wirklich gefällt. Nimm dir Zeit, bearbeite es in Ruhe und sieh es dir am nächsten Tag noch einmal an. Wenn das Ergebnis stimmt, speichere die Einstellungen unter einem Namen, den du später verstehst, zum Beispiel Sommerlicht weich oder Innenraum warm. Ein aussagekräftiger Name hilft mehr als eine Nummer, denn nach einigen Monaten weiß man sonst nicht mehr, was dahintersteckt.
Wende die Vorlage nicht blind an. Jedes Foto hat sein eigenes Licht, und was bei einem Sonnenuntergang wunderbar aussieht, kann ein Porträt im Schatten verderben. Sieh dir das Ergebnis nach dem Anwenden genau an und korrigiere nach. Meist genügt ein kleiner Schritt, etwa die Helligkeit ein wenig zu erhöhen oder die Wärme etwas zu senken. Die Vorlage ist ein Ausgangspunkt, kein fertiges Ergebnis.
Lege mehrere Vorlagen für verschiedene Situationen an. Eine für helle Aufnahmen im Freien, eine für Bilder in Innenräumen mit warmem Licht, eine für Porträts und vielleicht eine für Schwarzweiß. Mehr braucht es selten. Wer zu viele Vorlagen sammelt, verliert den Überblick und benutzt sie am Ende doch nicht. Lösche ab und zu diejenigen, die du nie verwendest, und benenne die anderen so, dass du sie auf den ersten Blick erkennst.
Ein weiterer Vorteil: Deine Bilder bekommen mit der Zeit eine erkennbare Handschrift. Familie und Freunde sehen, dass ein Foto von dir stammt, weil es ein bestimmtes, ruhiges Aussehen hat. Wichtig bleibt, das Original zu behalten, damit du jederzeit zum Anfang zurückkehren und eine neue Richtung ausprobieren kannst. Und wenn du das Telefon wechselst, notiere dir vorher, welche Einstellungen du gern benutzt hast, damit die Arbeit nicht verloren geht.